Die perfekte Abendroutine zum entspannten Einschlafen
Das Einschlafen dauert ewig. Du bist genervt und fragst dich, ob es an eurer Abendroutine liegt. Du suchst im Internet und Social Media nach der perfekten Abendroutine, damit dein Kind schnell einschläft.
Routinen helfen dabei, Übergänge für dein Kind leichter zu gestalten und euch Sicherheit zu geben. Was Teil von dieser Routine ist und wieviel davon hängt von dir und deinem Kind ab. Sie darf sich auch unterscheiden, je nachdem wer die Einschlafbegleitung übernimmt. Denn das Wichtigste ist, dass ihr euch als Eltern dabei wohlfühlt und entspannen könnt. Wenn es einem von euch Spaß macht ein Gute Nacht Lied zu singen, wunderbar. Vielleicht liest der andere dafür gerne Bücher vor. Kinder können unterscheiden, wer sie ins Bett begleitet und sich darauf einstellen.
Die Einschlafbegleitung hängt auch davon ab:
- Wie war euer Tag? Braucht es mehr oder weniger Entspannung?
- Ist dein Kind noch munter, bereits müde oder sogar übermüdet?
- Wie geht es dir? Was erlaubt dir dein Akku heute Abend noch?
Ihr dürft bei der Einschlafbegleitung genau hinschauen, was braucht ihr und euer Kind, um zu entspannen.
Die Abendroutine darf auch immer wieder verändert werden. Denn euer Kind entwickelt sich stetig weiter.
Wie lange darf die Einschlafbegleitung dauern?
Einschlafbegleitung ist nicht nur die Zeit, in der wir darauf warten, dass unser Kind endlich einschläft. Sie kann auch eine wertvolle Beziehungszeit sein. Gerade am Ende eines Tages können wir unseren Kindern noch einmal Nähe, Sicherheit und ungeteilte Aufmerksamkeit schenken.
Wenn wir über die Dauer der Einschlafbegleitung sprechen, kann es hilfreich sein, zwischen der aktiven und der eher passiven Einschlafbegleitung zu unterscheiden.
Bei der aktiven Einschlafbegleitung gestalten wir das Einschlafen aktiv mit. Vielleicht lesen wir vor, singen, erzählen eine Geschichte oder bieten unserem Kind auf andere Weise immer wieder neuen Input. Gerade hier dürfen wir liebevoll schauen, ob es für uns noch stimmig ist, wenn sich die Einschlafbegleitung sehr lange zieht. Wir dürfen zum Beispiel entscheiden, dass es nach einer bestimmten Anzahl von Liedern oder einer Geschichte ruhiger wird. Nicht, weil unser Kind jetzt möglichst schnell einschlafen muss, sondern weil wir den Übergang in die Nacht mitgestalten dürfen und in die passive Einschlafbegleitung überleiten.
Bei der eher passiven Einschlafbegleitung sind wir vor allem da. Vielleicht liegen wir neben unserem Kind, tragen oder wiegen es und geben ihm durch unsere Nähe und unsere gleichbleibende Begleitung Sicherheit. Diese Zeit darf so lange dauern, wie unser Kind braucht, um zur Ruhe zu kommen.
Und vielleicht dürfen wir uns diese Zeit auch selbst ein wenig schön machen. Wenn unser Kind dadurch nicht gestört wird, können wir etwas tun, das uns entspannt und uns guttut. Vielleicht hören wir mit einem Kopfhörer etwas, lesen ein paar Seiten oder nutzen die Zeit einfach, um selbst zur Ruhe zu kommen.
So kann die Einschlafbegleitung zu einer Zeit werden, in der unser Kind Nähe bekommt und wir selbst ebenfalls einen Moment zum Durchatmen finden.
Natürlich dürfen wir auch bei der passiven Einschlafbegleitung, insbesondere wenn wir unsere Kinder in den Schlaf tragen oder wiegen, schauen, ob diese Form für uns langfristig passt. Nur weil unser Kind eine bestimmte Form der Begleitung braucht oder gewohnt ist, bedeutet das nicht, dass wir sie unbegrenzt oder auf Dauer so anbieten müssen.
Es geht nicht darum, die Einschlafbegleitung möglichst schnell hinter sich zu bringen. Sondern darum, einen Weg zu finden, der sich für unser Kind und für uns langfristig stimmig anfühlt.
Mich interessiert: Wie geht es euch mit der Abendroutine?
Auf Instagram teile ich regelmäßig Gedanken zum Kinderschlaf. Dort tausche ich mich dazu auch mit Eltern über genau solche Fragen regelmäßig aus. Ich freue mich, wenn wir uns dort begegnen.
Wenn du das Gefühl hast, der Schlaf deines Kindes belastet dich schon länger, dann begleite ich dich gerne mit einer Schlafberatung.
Ich bin Nicola, bedürfnisorientierte Schlafberaterin und gebe euch Orientierung statt Druck. 🧡
